In kleinen Schritten naht die Nacht,

niemals hät ich dran gedacht,

dass solch ein Tag auch Abschied nimmt!

 

Doch wie die Sonne stetig flieht,

sich kalt zu Stern` zusammenzieht

und sanftes Glühn im Schwarz verschwimmt.

 

Im schönsten Taumel merks auch ich,

doch strahle tief, ja freue mich!

Schon auf ein fernes Wiedersehen...

 

Pasquetta

--

 

 

Die Sonne küsst mich aus den Träumen,

wo süßer Duft ins Zimmer zieht.

Der Wind spielt leise mit den Bäumen,

fragt nach mir: wo ich denn blieb?

 

Genüßlich doch voll froher Eile

verschling ich mein Schokocroissant

und schwing mich auf, löse die Seile

meines Seifenblasenschaumballon.

 

So gleiten wir über bunte Flure.

Gelber Raps nebst rotem Mohn -

Alles blüht im selben Zuge

und in der Ferne seh ich schon...

 

Ein Fleckchen Grün voll leuchtend Punkten

in orange und gelb, dort wolln wir landen.

Ein Fleckchen voller Harmonie,

voll Zauber - ohne mahnend Schranken.

 

Ein Ort wo Zeit so leis vergeht

und Gerüche voller Sonne warten.

Dort reit ich voll vom Glück beseelt

auf dem Pony durch den Citrusgarten.

 

Ragusa Ibla

--

 


Zeiten voller Blumen.

Lebt sich`s nicht schön?

Süß schmeckt das Leben,

wer will da schon stören...


Dilemma

--

 

 

Wie das Grün,

erst glühend bunte Blüten treibt

wenn sich der Winter still gen Ende neigt,

als deutlich bäumen gegen überwundne Not.

 

So synonym,

des Menschen Persönlichkeit

sich erst in voller Pracht uns zeigt,

wenn es den kalten Jahreszeiten Parole bot.

 

Vollkommen

--

 

 

Morgenröte, gefroren Tau,

hageres Baumwerk, himmelblau.

Weich das Hügelland,

die Wipfel verschneit.

Vieles noch unbekannt,

an Eindrücken reich.

 

Den Blick in der Ferne,

Weite erkunden.

Reisend voll Wärme

vergehen die Stunden.

 

In den Tunnel nun rauschend

ist fort jedes Licht

und das Fenster zur Welt,

wird Spiegel für mich.

 

Fort der Horizont, schwarzes Zelt.

Es malen Gedanken bunte Bilder

vom Schauspiel meiner innern Welt,

erkenn dort vieles wieder.

 

Landschaften verschwimmen

tief in Gefühle getränkt.

Was Draußen wurd Innen

und ich Teil der Welt.

 

Reflexion

--

 

 

Gedanken streifen

wie Landschaften vorbei.

Kann sie nicht greifen

der Kopf wird langsam frei.

 

Fünf Stunden verbleiben

bis Bangkok ist weit.

Die Bremsen, sie pfeifen.

Wie schön, soviel Zeit...

 

Reisen

--

 

 

Der feste Stamm, die Wurzeln tief getrieben.

Oder Flügel gespannt, frei am Himmel fliegend.

Gern lesen`s wir so und träumen von Ferne,

lass kappen das Geflecht, welch zwingt uns zur Erde.


Den weiten Wolken folgend, mir leuchtet`s schon ein

doch auch lieblich der Gedanke an sanftes Verweilen.

Nicht ständig von Sehnsüchten, eifrig getrieben.

Einen festen Kern gefunden, mit der Welt im Frieden.


Das endlose Blau nun mit Sanftmut betrachtend,

über vergangene Torheiten tief strahlend lachend.

Am Orte tief Wurzeln, doch auf Freiheit kein Verzicht

sobald Freiheit nicht nur um, sondern auch in uns ist!


Freiheit

--

 

 

Gewaltige Berge,

nicht zu besteigen.

Riesige Heere,

kein Krieg zu bestreiten.

 

Samtweiche Leinen,

das Blau bedeckt.

Als würden sie weinen,

wenn Regen fällt.


Ja gen Himmel hoch oben,

mir formfroh gefällt

in weiß sich sanft wogend,

die Vielfalt der Welt.


Wolkenspiel

--

 

 

Hass du grausam Funke,

springst du über, lichterloh.

Vernunft verflogen hilft kein Schrei,

verglimmst du nur in Einsamkeit.

 

Wie hass ich dich du wütend Wahn

nach Opfern geifernd, rasend, roh...

Ach sag mir bitte irgendwer,

wer legt denn diese Feuer bloß?

 

Hass

 

 

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